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Psychische Erkrankungen: "Borderline" |
Häufig sind
Burn-out-Syndrome auch erste Anzeichen
von Borderline-Persönlichkeitsstörungen
(BPS).

Tests mit 1000 Probanten hat ergeben das Patienten mit „Borderline
Persönlichkeitsstörung“ vier mal häufiger an "Burn-out"
erkranken.
Was ist eine „Borderline Persönlichkeitsstörung“ ?
- Achterbahn der Gefühle -
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)
ist eine Persönlichkeitsstörung, die recht häufig bei Menschen
festgestellt wird, die körperliche Gewalt erlebten, emotional
vernachlässigt wurden oder in einem Klima von Ablehnung aufwachsen
mußten.
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Ein
solcher häufiger traumabedingter Zusammenhang ist bezüglich
der Borderline-Persönlichkeitsstörung
wissenschaftlich nachgewiesen und wird u.a. auch der
frühkindlichen Erziehung in Kindergärten, Spätfolgen
bei Kriegskindern, Vergewaltigungen,
Demütigungen, Gefühlskälte oder
psychiatrische Vorerkrankungen in der
Familie angelastet. |
Die
Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine Persönlichkeitsstörung,
die von emotionaler Instabilität, einer Dichotomie des
Denkens, dem sogenannten Schwarz-Weiss-Denken, das keine
Mittelwerte zuläßt und den übrigen Symptomen der Störung
wie beispielsweise Impulsdurchbrüchen oder instabilen
Beziehungen gekennzeichnet ist.
Das Denken der
Betroffenen ist wesentlich von "entweder -oder",
"schwarz-oder weiss" oder " nur gut"
oder "nur böse" geprägt, was auch in Beziehungen
vor allem auch bewirkt, daß diese Haltung ins jeweilige
Gegenteil umschlagen kann. Für Beziehungen ist das natürlich
nicht förderlich, da Menschen so nicht als reale Personen
mit gleichzeitig guten und schlechten Eigenschaften erlebt
werden.
Menschen, die eine
Borderline-Persönlichkeitsstörung haben, leiden wie andere
Menschen mit psychischen Störungen sehr unter Einsamkeit
und sie wurden auch in ihrer Kindheit oftmals sehr stark
emotional vernachlässigt. Sie reagieren darauf mit einem
intensiven und aktiven Bemühen, Alleinsein zu vermeiden und
es kommt zu intensiven, aber auch instabilen Beziehungen.
Niemand wird gerne
verlassen, das tut immer weh. Aber das Wesentliche bei
Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist
das Nichtertragen-können von Alleinsein, was von
Betroffenen manchmal als immerwährende Isolation erlebt
wird.
Ihnen ist es nicht
möglich, einen Menschen in dessen Abwesenheit »im Herzen
zu tragen« , so daß ein unerträgliches Gefühl der
Einsamkeit bis hin zu unerträglichen Verlustängsten
entstehen kann. So unternehmen sie alles Erdenkliche, um
Alleinsein zu vermeiden. Sie wollen fortwährend unter
Menschen sein. Was ja nicht immer möglich ist und nicht
jeder hat immer dafür Verständnis. Möglicherweise begeben
sie sich so auch schnell in wechselnde Beziehungen zu Partnern, die
nicht zu ihnen passen oder ihnen gar schaden.
Sie erleben
sich, wenn sie allein sind als gereizt und ängstlich oder
sie fallen in ein depressives Loch. So sind die Betroffenen
auch intensiv bemüht Verlassenwerden zu verhindern. Hierbei
besteht ein starkes Kontrollbedürfnis gegenüber ihrem
Mitmenschen. Tritt
dennoch der unerträgliche Zustand ein, daß sich der
betreffende Mensch abwendet, sei es durch Tod des Partners
oder die Beziehung beendet, so führt dies zu heftigen
Reaktionen und völliger Verzweiflung. Schlimmstenfalls kann
dies zu Suizidalität führen oder aber auch zu potentiell
selbstschädigendem Verhalten.
Sie leben in
einem ständigem Dilemma, sie brauchen und suchen schnelle
und intensive Nähe, die sie aber, wenn sie sie bekommen
nicht ertragen können. Für „mein Verlobter“ wird hier
gerne von den Betroffenen die Vokabel „mein Lebenspartner“ verwendet.
Da sie aber eben nicht ertragen können
allein zu sein, stellen sie alles mögliche an, um dies zu
vermeiden. Dies wird verständlicher, wenn man bedenkt, daß
Menschen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung oft
emotionale Vernachlässigung oder auch Deprivation erfahren
haben und somit kein Vertrauen in eine stabile Beziehung
fassen können.
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Menschen mit
einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, die ja auch
Schwierigkeiten haben, ihre Mitmenschen kontinuierlich als
vollständige Menschen mit guten und schlechten
Eigenschaften wahrzunehmen, haben auch Probleme, sich selbst
realistisch einzuschätzen und ein andauerndes sowie klares
Bild von ihrer Identität zu entwickeln.
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Menschen mit
einer Borderline-Störung benötigen zudem immer wieder Bestätigung,
daß sie eine Sache gut gemacht haben. Machen sie in einer
anderen Situation einen Fehler, können sie sich schnell für
völlig dumm halten oder für ihr Eigenverschulden andere
verantwortlich machen.
In
Krisensituationen kann es bei den Betroffenen zu
kurzfristigen paranoiden Ideen kommen oder es bietet sich für
kurze Zeit ein Bild wie bei einer schizophrenen Erkrankung,
was aber meist nach wenigen Tagen zurückgeht.
Oder es kommt zu schweren dissoziativen Symptomen. Die
Dissoziation ist ein Schutzmechanismus. Allerdings kann es
sehr erschreckend für die Betroffenen sein, beispielsweise
wenn sie sich an einem Ort wiederzufinden, ohne zu wissen,
wie sie dorthin gekommen sind. Das nennt man Dissoziative
Fugue. Oder die Betroffenen können in schwere dissoziative
Dämmerzustände geraten und z.B. in einem Geschäft stehen,
ohne zu Wissen wo sie sind oder was sie eigentlich wollten.
Ein weiteres mögliches
Merkmal ist, daß die Betroffenen unter innerer Leere oder
Langeweile leiden können, was wiederum zu potentiell
selbstschädigendem Verhalten führen kann, um diesen
Zustand zu beenden.
Bei den
Betroffenen kann es zu plötzlicher intensiver
unkontrollierbarer Wut kommen, die sich in verbalen
Angriffen äußern kann, in tätlichen Angriffen oder es
werden Gegenstände zerstört. Hierbei landen
männliche Borderliner eher im Gefängnis als in der
Psychiatrie.
Die Zornesausbrüche
von Menschen mit einer Borderline-Störung sind sehr
intensiv und nicht immer vorhersehbar. Sie werden von
Mitmenschen daher auch nicht selten als unverhältnismäßig
empfunden. Manchmal dient ein Streit auch dazu, die Stabilität
einer Beziehung zu überprüfen oder mehr Distanz zu
erreichen.
Desweiteren leiden die Betroffenen unter erheblichen
Stimmungsschwankungen wie Depressionen, Dysphorie,
Erregbarkeit oder Angst, die von kürzerer Dauer sind. Diese
affektive Instabilität entsteht infolge der ausgeprägten
Reaktivität der Stimmung der Betroffenen.
Irina
erzählt von ihrer Angst, die sie immer wieder überfällt:
»Oft kommt sie
ganz plötzlich, von einer Minute zur anderen: die Angst,
die mir die Luft abschnürt, mich lähmt.
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Es
kann ganz harmlos anfangen: Ich bin zu Hause und will
einen Termin wahrnehmen, horche in mich hinein und
stelle fest, mir geht es gut. Ich bin fröhlich und
freue mich beispielsweise über das schöne Wetter.
Also gehe ich los und an der Haustür überfällt sie
mich dann. Die Angst! Von einer Minute zur anderen ist
alles anders, wirkt die Umgebung anders, die Menschen,
die ich sehe, die Autos, die vorbeifahren - sie wirken
bedrohlich. Wind empfinde ich dann als Sturm (S.9). |
Ich
kann kaum einen Fuß vor den anderen setzen, verliere den
Kontakt zum Boden und zu mir selbst.
Mir bleibt die Wahl zurückzukehren
oder durch die Angst hindurchzugehen. Setze ich meinen Weg
fort und nehme trotz allem den Termin wahr, verschwindet die
Angst nicht, nein, sie bleibt bei mir und läßt mich nicht
los. Kehre ich um, bleibt sie auch noch eine Weile hartnäckig
an mir kleben und wird dann weniger. Ich kann der Angst also
nicht entfliehen. Für Stunden, meist für den Rest des
Tages bin ich dann vollkommen erschöpft, kann meinen
Aufgaben nicht mehr nachkommen - was mich noch zusätzlich
deprimiert.«
An anderen
Tagen ist Irina bester Stimmung, besonders, wenn jemand sie
gelobt hat. Dann kann sie lächelnd Schwierigkeiten überwinden.
Anders ist es, wenn sie kritisiert wurde oder sie jemand
kritisch ansieht. Sie stürzt dann in tiefste Tiefen und
zieht sich zurück. An anderen Tagen ist sie leicht reizbar,
wird zynisch, entdeckt zielsicher die Schwachstellen ihrer
Mitmenschen.
Wer schon ganz
früh emotionaler Deprivation, Demütigungen, Gefühlskälte
oder körperlicher Mißhandlung
sowie persönlicher Geringschätzung bis Verachtung
ausgesetzt ist, der kann einfach kein Urvertrauen entwickeln
und sich in irgendeiner Form seiner Existenz sicher fühlen.
Mehr "Scheinen" als "Sein" ist die Folge, wobei hier
Anschaffungen getätigt werden, die schnell über das verträgliche
Maß hinaus gehen.
Ein Retter wird dann sehr schnell als
Freund behandelt, aber auch eben so schnell wieder fallen
gelassen. Borderlein-Verlobte
haben dabei kein Problem ihre Verlobung zu verleugnen, denn
es waren für sie ja nur „Lebenspartner“
oder noch besser, "Bekannte".
Menschen mit einer
Borderline-Persönlichkeitsstörung leben in einem ständigen
Dilemma. Sie haben große Schwierigkeiten und Angst, alleine
zu sein, wünschen sich schnell intensive Nähe und, daß
sie liebevoll umsorgt werden. Bekommen sie die ersehnte Nähe,
wird es ihnen schnell zu eng, sie haben Angst verschlungen
zu werden. Zudem fällt es ihnen schwer, andere Menschen und
auch sich selbst als jemanden mit gleichzeitig guten und
negativen Eigenschaften wahrzunehmen.
Ein Freund oder
auch der Therapeut kann sehr schnell Retter sein, ein Engel
auf Erden mit nur guten Eigenschaften, kurz darauf jedoch
der Teufel in Menschengestalt. So haben sie immer wieder
sehr intensive Beziehungen, die genauso schnell zu Ende sein
können. Oder die Beziehungen halten lange an, sind aber
gekennzeichnet von intensiver Nähe und heftigen
Auseinandersetzungen mit kurzzeitigen Trennungen und ebenso
schneller Wiederannäherung.
Den jeweiligen
gesunden Partnern oder Freunden ist das oft schwer
nachvollziehbar. Entweder sie reagieren enttäuscht und
ziehen sich zurück, oder sie verhalten sich übertrieben rücksichtsvoll.
Zusammenfassung: Gestörte
Emotionskontrolle im Gehirn
Was genau solche genetischen
Prädispositionen im Gehirn bewirken und welche den
Ausschlag für den Ausbruch der Erkrankung geben, ist
bislang noch nicht klar. Eine Vermutung ist, dass die
Affektregulation gestört ist, Betroffene also Reaktionen
schwer unterdrücken können. Auch eine Überaktivität der
Amygdala, dem Areal im Gehirn, das für die Angst und
Aggression zuständig ist, haben Mediziner schon
dokumentiert. Das kann eine emotionale Instabilität
hervorrufen. Darüber hinaus haben Wissenschaftler aber auch
eine Fehlfunktion im präfrontalen Kortex, einem Teil des
Frontallappens der Großhirnrinde, oder in einigen anderen
Gehirnarealen unter Verdacht, die an der Emotionskontrolle
beteiligt sind.
Die WHO unterscheidet zwei
Borderline-Typen: einerseits den impulsiven Typus mit
geringer Impulskontrolle und Unberechenbarkeit, und
andererseits dem Typus mit gestörtem Selbstbild und
Beziehungsverhalten mit panischer Angst vor dem
Verlassenwerden, mit Idealisierung und schneller Abwertung
anderer bei Enttäuschung.
Beziehungsprobleme: „Alleine vor die
Hunde gegangen “Beziehungen gestalten sich für Menschen
mit BPS schwierig. Auf der einen Seite fühlen die meisten
ein starkes Bedürfnis nach Nähe, können sie dann aber
schwer zulassen. „Dabei sind sie aber auf gar keinen Fall
sozial so gestört, dass sie keinen sehr erfolgreichen
Berufsalltag haben können – im Gegenteil. Die Probleme
entstehen eher in persönlichen, emotionaleren Beziehungen“,
erklärt Borderline-Experte Michael Rentrop. Kontakte nicht
zu pflegen, abzuhauen ohne Aussprache, aber auch Erpressung
oder manipulatives Verhalten können Anzeichen der
seelischen Notlage sein.
Häufig haben Menschen mit BPS den Sinn
ihres Lebens nie gefunden und bleiben auf einem Haufen
Verstoßener und Toter sitzt. Da wo sie gehen, bleiben
traurige Seelen zurück, die sich neu finden müssen.
Hat sich die
"Betroffene" mit einer "Borderline-
Rechtsanwältin" verbündet, dann haben die Kinder die
Väter oder der Verlobte nicht viel zu lachen. Der Vater
wird Alkoholiker oder landet wegen Depressionen vielleicht irgendwann "in der
Klapse" (S.64) und die Kinder wegen schizophrenen Störungen
irgendwann in der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie.
“Medikamente gegen das
Borderline-Syndrom gibt es keine, wohl aber gegen einige
Symptome der Erkrankung, Depressionen oder ungezügelte
Wutanfälle beispielsweise. Auf lange Sicht bringen sie für
Betroffene jedoch nichts – der therapeutische Ansatz ist
weit bedeutsamer.
"Prädestination"
"Lumbago"
"CFS"
LITERATUR:
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2. Auflage, Burn-out-Syndrom, ISBN:
9783837065213 |
Hier
können Sie die hilfreichsten Kundenrezensionen ansehen....>
Burn-out-Syndrom.
- Infarkt der Seele
- wie ich aus meiner
inneren Leere wieder heraus kam -.
Klaus-Peter Kolbatz,
Book on Demand - 184 Seiten; 2. Auflage; Erscheinungsdatum: 2008, ISBN:
9783837065213;
Kriegskinder
- Bombenhagel überlebt, Karriere gemacht und mit Burn-out bezahlt.
- Klaus-Peter Kolbatz, Book
on Demand - 180 Seiten; Erscheinungsdatum: 2006, ISBN;
3-8334-4074-0
Kindererziehung.
- Pro
und Kontra "Kinderkrippe" -.
Klaus-Peter Kolbatz, Book on Demand - 132 Seiten; Erscheinungsdatum:
2007, ISBN-10: 3833498900
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